In einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk analysierte Rüdiger von Fritsch das Treffen zwischen Xi Jinping und Wladimir Putin und seine Bedeutung für den Krieg in der Ukraine und die europäische Sicherheit.
Die Partnerschaft zwischen Russland und China ist eng, aber zutiefst asymmetrisch: Über ein Drittel des russischen Außenhandels läuft über China, während Russland für Peking nur rund drei Prozent ausmacht. Es ist eine Zweckallianz mit einseitiger Abhängigkeit, kein gleichberechtigtes Bündnis. China stärkt Russland den Rücken, kalkuliert dabei aber sorgfältig: Eigene Handelsinteressen gegenüber dem Westen und die Gefahr sekundärer Sanktionen setzen der Unterstützung klare Grenzen. Auf ein aktives chinesisches Engagement für ein Kriegsende in der Ukraine sollte der Westen nicht setzen.
Entscheidend für Europas Sicherheit ist letztlich nicht nur, was China an Russland signalisiert, sondern welche Signale Europa und die USA selbst an Peking senden. Europa ist gut beraten, die eigene Verteidigungsfähigkeit so rasch wie möglich aufzubauen, um im Zweifel auch ohne Washington handlungsfähig zu sein.
Zum Interview: Deutschlandfunk
