In einem Gespräch mit Sandra Maischberger analysierte Rüdiger von Fritsch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und ihre Folgen für Deutschland und Europa.
Zum Iran: Teheran verfügt über erhebliche asymmetrische Mittel und kann gezielt Druck über Dritte ausüben – etwa auf kritische Energieinfrastruktur in der Region. Die USA könnten die iranische Reaktionsbereitschaft unterschätzt haben.
Für Deutschland fordert von Fritsch eine klare Interessenpolitik. Die Absage von Kanzler Merz an einen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus bewertet er positiv – ohne dabei die strategische Abhängigkeit von Washington zu vergessen.
Zur Ukraine: Ein möglicher Gebietsverzicht bedeutet, dass Millionen Menschen zwangsweise unter russische Kontrolle geraten könnten. Russland setzt auf Zermürbung – dieser Krieg lässt sich nur beenden, wenn Moskau an die Grenzen seiner Möglichkeiten gebracht wird.
Zum Interview: ARD
